§ 2.5 Die Entwicklung des CCS erfordert detaillierte technische und verfahrenstechnische Kenntnisse. Mögliche Kontaminationsquellen sind mikrobielle und zelluläre Rückstände (z. B. Pyrogene, Endotoxine) sowie Partikel (z. B. Glas und andere sichtbare und nicht sichtbare Partikel).
Zu den im Rahmen eines CCS zu berücksichtigenden Aspekten gehören unter anderem (ohne Anspruch auf Vollständigkeit):
… xiv. Überwachungssysteme – einschliesslich einer Bewertung der Machbarkeit der Einführung wissenschaftlich fundierter, alternativer Methoden, die den Nachweis von Umweltkontaminationen optimieren.
§ 9.28 Die Hersteller sollten die Einführung geeigneter alternativer Überwachungssysteme, wie z. B. Schnellverfahren, in Betracht ziehen, um die Erkennung mikrobiologischer Kontamination zu beschleunigen und das Risiko für das Produkt zu verringern. Diese schnellen und automatisierten Verfahren zur mikrobiologischen Überwachung können eingeführt werden, nachdem im Rahmen einer Validierung ihre Gleichwertigkeit oder Überlegenheit gegenüber den etablierten Methoden nachgewiesen wurde.
Der Rapid-C+ steht für eine neue Generation von Echtzeit-Umweltüberwachungssystemen, die entwickelt wurden, um die modernen Anforderungen an eine schnelle mikrobiologische Kontrolle zu erfüllen und sogar zu übertreffen. Im Gegensatz zu herkömmlichen Methoden, bei denen lebensfähige Mikroorganismen auf Agarplatten kultiviert werden, nutzt der Rapid-C+ die BFPC-Technologie, um biologische Partikel in der Luft anhand ihrer intrinsischen Fluoreszenz- und Streueigenschaften kontinuierlich zu erkennen und zu charakterisieren. Ergänzend dazu kommen Agarplatten zum Einsatz, auf denen die gemessene Luft aufprallt und Mikroorganismen gesammelt werden.
Dieses Schnellverfahren verkürzt die Zeit bis zum Vorliegen des Ergebnisses erheblich und ermöglicht so den Nachweis einer potenziellen mikrobiologischen Kontamination innerhalb von Sekunden statt Tagen. Solche Verfahren tragen dazu bei, den Nachweis zu beschleunigen und Risiken für die Produktqualität zu verringern, da sie im Falle einer abnormalen Keimbelastung ein sofortiges Eingreifen ermöglichen.
Darüber hinaus erfasst das System kontinuierlich Daten, ohne dass manuelle Eingriffe in Umgebungen der Klasse A erforderlich sind, wodurch das mit Bedienereingriffen verbundene Kontaminationsrisiko verringert wird.
Durch die Integration von Rapid-C+ in das Umweltüberwachungsprogramm können Hersteller ihre Kontrolle über Reinraumumgebungen verbessern, die Einhaltung der aktuellen behördlichen Anforderungen stärken und den Weg für datengestützte Entscheidungen in Echtzeit in der aseptischen Fertigung ebnen.